Dreiundneunzigster bis Hundertundzweiter

Sonntag, 28.11.2010

St. Petersburg

Gut, dieser Teil könnte etwas länger werden. Letzte Woche sind wir aus dem glatten Vaasa geflohen, ein paar Stunden nach Helsinki gefahren und von dort aus mit der Fähre nach Sankt Petersburg gefahren. Die Fahrt dauerte 12 Stunden, aber zum Glück hatten wir jeder einen Schlafplatz! In Sankt Petersburg angekommen ging es zur Passkontrolle und dann gleich in den Bus unseres Reiseverantalters, der eine Stadtrundfahrt organisiert hatte. Wir hatten zwei "Guides", einen vom Reisebüro und dann eben den Stadtführer. Unsere Reisegruppe bestand aus 15 Leuten, davon wir fünf deutsche, noch zwei weitere deutsche Studenten, ein paar Finnen und eine Niederländerin.

Was man sofort als ersten Eindruck sagen und auch festhalten kann ist: Sankt Petersburg ist riesig (mit 5 Millionen Einwohnern etwa genauso viele wie ganz Finnland) und chaotisch. Die Straßen sind voll, Autofahrer fahren wie es ihnen passt, man kann auch um Mitternacht mitten in der Stadt im Stau stehen (zum Glück blieb das Verkehrschaos, das der Reiseführer aufgrund des Besuchs von Putin befürchtet hatte aus) und rund um die Uhr sind unglaublich viele Fussgänger unterwegs. Zum Glück war es nicht so kalt wie in Finnland, es war die ganze Zeit knapp über 0° aber ziemlich nasskalt.

Gleich nach der AnkunftVon der StadtrundfahrtLinks der Stadtführer, rechts der Gruppenleiter von der Reiseagetur, in der Mitte ein Kirchturm :)Decke in der Cathedral on the Spilled Blood

Nachmittags sind wir dann im Hotel angekommen, hatten ein bisschen Ruhe und Zeit uns Wasser zu kaufen (weil man das Leitungswasser besser nicht trinken sollte) und uns zu erholen, bevor es abends zum "Russian Dinner" ging. Dort haben wir Russische Spezialitäten gegessen, Russisches Wasser (=Vodka) getrunken und uns von zwei Folk-Gruppen musikalisch und mit Spielen unterhalten lassen.

Der Blick aus unserem Hotelzimmer war nicht ganz so schönStraße am frühen Abend... und nocheinmal

Samstag kamen wir dann gleich in den Genuss des wirklich guten Frühstücks, dass das Hotel anbot. Danach ging es mit dem Bus nach Pushkin in den Katharinenpalast, wo wir auch wieder von unserem Stadtführer die Tour bekamen. Unter anderem haben wir dort dann auch das Bernsteinzimmer (oder vielmehr die Nachbildung davon) gesehen. Den Nachmittag hatten wir Freizeit, die wir in der Stadt verbrachten. Abends haben wir dann noch eine Stadtrundfahrt in einer Limousine gemacht, die auch zum Programm gehörte. Ein bisschen Promi-Feeling mit Chauffeur, lauter Musik und Champagner! :)

KatharinenpalastDie beiden Limousinen :) Wir waren in der schwarzenEiner der ZwischenstoppsDas gab es zu trinken...Nächtliche Skyline. Interessant ist, dass alle Häuser die gleiche Höhe haben.

Sonntag war dann der letzte Tag, um 11 war check-out und Abfahrt zum State Hermitage Museum, einer der größten Kunstsammlungen der Welt. Auch hier hatten wir wieder eine Tour, diesmal aber bei einem anderen Guide, der uns die Highlights der Ausstellung gezeigt hat. Es ist unmöglich alles zu sehen, was ausgestellt ist, selbst unser Guide kannte nicht alles...

Besagter Guide und ein Teil unserer Gruppe

Nach der Tour hatten wir wieder ein bisschen Freizeit, in der wir verzweifelt versuchten ein Restaurant zu finden in dem die Hälfte von uns die letzten Rubel loswerden konnte und die andere Hälfte mit Karte zahlen konnte. Leider Erfolglos, denn kaum ein Geschäft und schon gar kein (günstiges) Lokal akzeptiert Kredit- oder sonstige Karten (noch nicht einmal Subway!). Also haben wir die letzten Rubel zusammengeworfen, sind in ein kleines Bistro gegangen und nicht wirklich satt wieder herausgekommen, sodass wir noch schnell zu McDonald's gegangen sind, die akzeptieren nämlich auch Karten.

Anschließend ging es dann wieder zum Hafen, durch die Passkontrolle und wieder auf das Schiff Richtung Helsinki. Dort kamen wir dann um halb neun im Schnee an und haben uns auf den Weg zurück nach Vaasa gemacht. Der ganze Trip war ziemlich anstrengend, aber trotzdem schön. Sankt Petersburg ist eine tolle Stadt, auch wenn sie mir zu groß und zu dreckig ist. Es war sehr angenehm, dass wir ein fertiges Programm komplett mit Reiseführer und Bus für den Trip hatten, sodass wir und nicht selbst um alles kümmern mussten. Gerade bei einer so großen Stadt wäre das wahrscheinlich ziemlich aufwändig geworden...

 

Lappland

Noch kein Eintrag, nur ein Ausblick. Am Dienstag geht es um 6:00 Uhr an der Uni mit dem Bus los... Und um 6 Uhr Abends kommen wir dann wohl in Luosto im Hotel an. Allerdings machen wir noch einen Zwischenstopp in Oulu, um noch ein paar Leute mitzunehmen. Ich bin gespannt. Es sind da oben momentan wohl um die -27°C. Ich bin gespannt, hoffentlich wird es noch ein paar Grad wärmer bis Dienstag...